{Blogtalk am Wochenende #2} Plaudern, Stöbern & Entdecken

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Einen schönen Freitag ihr Lieben,

thank God it’s friday! Yay! Was für eine Woche. Zeit für ein neues Plauderstündchen, meint ihr nicht auch? Der ‚Blogtalk am Wochenende‚ geht in die zweite Runde. Ich habe mich sehr über eure Kommentare in der letzten Woche gefreut und bin froh, dass meine Idee offensichtlich ganz gut ankommt. Wie auch in der letzten Woche steht es euch frei, ob und wie ihr mitmachen möchtet. Ihr könnt eure Gedanken als Kommentar hinterlassen, oder mein Banner mitnehmen und euren eigenen Artikel schreiben. So oder so, ich freue mich auf euer Feedback. Die Themen sind wie letzte Woche wieder…

#1 Offlinegeplauder Was plant ihr am Wochenende?

#2 Netzfundstücke der Woche Welche Artikel haben euch besonders beeindruckt?

#3 Video der Woche Selbsterklärend, oder? 🙂

#4 Diskussionsstoff der Woche Was hat euch diese Woche besonders bewegt?

Im ersten Artikel findet ihr auch die Logos zum ‚Blogtalk am Wochenende‚ und eine genauere Erklärung, um was es bei der ganzen Aktion eigentlich geht.


→ Eure BlogTalkArtikel ←

Plauderblogstunde in Chimikos Welt · Yvonne von Lecture of Life


#1 Offlinegeplauder | Ein langes Pfingstwochenende

Der Mai ist ein recht ereignisreicher Monat bei uns. Meine Schwiegereltern feiern ihren Hochzeitstag, einen Tag später hat mein lieber Mann Geburtstag. In der darauffolgenden Woche feiern Uroma & Uropa ihre eiserne Hochzeit. 65 Jahre sind sie nun schon verheiratet, manche Pärchen kommen noch nicht einmal über das verflixte siebte Jahr hinaus. Unglaublich toll! Ihr seht, wir werden also ein partyreiches Wochenende verbringen. Ich überlege noch, welchen Kuchen ich am Sonntag auf den Kaffeetisch stelle und stöbere gerade durch das Netz auf der Suche nach leckeren Rezepten. Herrn Büchernisches liebstes Gebäck ist Käsekuchen, vielleicht in Kombination mit ein paar fruchtigen Erdbeeren als Strawberry Cheesecake? Mit Keksboden? Mhhh jetzt habe ich Hunger, gleich mal googeln. Bei Jessi von Toertchenzeit habe ich so leckere Erdbeer-Cheesecake-Törtchen gesehen. Ob man wohl Oreokekse als Boden nutzen kann? Er liebt Oreokekse!

Am Samstag werde ich es mir, zum Leidwesen des Liebsten, vor dem Fernseher bequem machen und den Eurovision Songcontest gucken. Da ich am Dienstag und Donnerstag schon die beiden Halbfinaleentscheidungen gesehen habe, weiß ich, was uns musikalisch bevorsteht. Nicht jeder Song kann mich begeistern, doch auch dieses Jahr sind wieder ein paar Perlen dabei. Meine Favoriten sind eindeutig Estland, Zypern, Schweden und das diesjährige Gastland Australien. Guy Sebastian hat’s drauf. Der deutsche Beitrag klingt im Anspieler ganz gut, mal sehen wie sich Sophie schlägt. Ich bin gespannt, wer das Rennen macht.

Am Sonntagabend geht’s nach dem gemütlichen Kaffeetrinken am Nachmittag in den Saloon. Wir werden in einem rustikalen Western-Lokal zu Abend essen und den Geburtstag gemütlich ausklingen lassen. Die Speisekarte klingt wirklich verflixt lecker: Buttermaiskolben, Pfannen mit geschmortem Texasgemüse, und für den Fleischfan ist auch genug dabei, v.a. allerhand exotisches wie Känguru, Krokodil und Strauß. Ähm ja, also die lieben Kängurus dürfen gerne bitte weiter durch die Steppe hopsen, auf meinem Teller haben sie jedenfalls nischt zu suchen. Ich bin gespannt und sattele dann schon mal die Pferde. Das lange Wochenende kann kommen, Cowboys! 🙂

Welche spannenden Abenteuer erwarten euch am langen Pfingstwochenende? Oder macht ihr es euch einfach gemütlich?


#2 Netzfundstücke der Woche

Auch im Netz war diese Woche allerhand los. Wer regelmäßig auf Buchmarkt.de oder im Onlinemagazin des Boersenblatts liest, dem ist nicht entgangen, dass die Randomhouse Verlagsgruppe einen neuen Verlag gegründet hat. Der Penguin Verlag kommt mit einem Belletristik- und Sachbuchprogramm nach Deutschland, die ersten Bücher erscheinen 2016 und nehmen auch Werke mit auf, die vorher in anderen Randomhouseimprints erschienen sind. Ich bin gespannt, mit welchen Büchern uns Penguin überraschen wird.

Krimifreunde aufgepasst: Die liebe Petzi hat sich auf ihrem Blog ‚Die Liebe zu den Buechern‚ mit Krimiautorin Tanja Weber über aktuelle und geplante Buchprojekte sowie ihr Leben als Autorin unterhalten und verlost noch bis Montag den zweiten Band der Ruth-Holländer-Reihe namens »Sündenbock«. Viel Glück!

Bei Mina vom Buchblog ‚Aig an Taigh‚ startet am Samstag, den 23. Mai ein Lesemara… ahm Minathon und sucht noch fleißig Teilnehmer. Wenn ihr also Lust habt, gemeinsam mit Mina zu lesen und darüber zu schreiben, dann meldet euch einfach auf ihrem Blog und twittert unter dem Hashtag #minathon. Emsig gelesen wird auch bei den Mädels von Herzpotential, denn am Sonntag laden die beiden im Rahmen ihrer Kehrwoche wieder zur gemeinsamen Lesenacht ein. Startschuss ist um 19 Uhr, offiziell beendet wird die Lesenacht um 1:00 Uhr. Die Aktion läuft unter dem Hashtag #LNdaB (Lesenacht der aufgeschobenen Bücher).

Jojo Moyes - Ein ganzes halbes JahrSpannende Neuigkeiten gibt es für Fans von Jojo Moyes, denn ihr gefühlvoller Roman »Ein ganzes halbes Jahr«, das vor zwei Jahren hier auf dem Blog zum Lesehighlight gekürt wurde, wird ab Juni 2016 auf der Leinwand zu sehen sein. In den Hauptrollen sind Game of Thrones-Star Emilia Clarke und Sam Claflin, bekannt aus ‚Hunger Games‘, zu sehen. Wann der Film auch in deutschen Kinos startet, konnte ich noch nicht herausfinden.

Für reichlich Fernweh sorgt die liebe Anne auf ihrem Blog Catbooks. Zwar zeigt sie uns ihre Hochzeitsfotos nicht, was ich absolut verstehen kann. Dafür nimmt sie uns aber virtuell in ihre Flitterwochen mit und zeigt wunderschöne Fotos aus Los Angeles. Fernweh deluxe!

Wo wart ihr diese Woche stöbern und habt interessante Artikel entdeckt?


#3 Video der Woche | A song for booklovers

Heute morgen habe ich beim Börsenblatt das Video der kanadischen Buchhandlung ‚The Book Man‚ entdeckt und fand es großartig. Wenn gleich ich gerne mal auf dem eReader lese, ist und bleibt das gedruckte Buch mein Favorit die Buchhändlerinnen haben gemeinsam mit zahlreichen helfenden Händen den bekannten Songtext von ‚All about that bass‘ von Meghan Trainor als Vorbild genommen und daraus eine bibliophile Hymne getextet. Eine tolle Idee und ein schöner musikalischer Start ins lange, buchige Wochenende!

Welches (Musik)video ist in dieser Woche euer Favorit?

#4 Diskussionsstoff der Woche | Wahrnehmung der Blogger

Ehrlich gesagt bereitet mir dieser Punkt im ‚Blogtalk am Wochenende‘ einige Bauchschmerzen, am liebsten würde ich meine Meinung nun lautstark in die Welt hinaus schreiben. Ihr erinnert euch doch sicher an den gelungenen Artikel von Caterina Kirsten im Börsenblatt. Caterina arbeitet bei der Literaturagentur Copywrite und bloggt in ihrer freien Zeit auf ‚Schöne Seiten‘ über Gelesenes und Geliebtes, vorzugsweise Gegenwartsliteratur. In ihrem Artikel stellt sie eines klar: „Literaturblogger wollen gar keine Kritiker sein„.

Lounge Bloggerlounge auf der LBM’15 | Foto © Simone Dalbert

In den vergangenen drei Jahren, seit ich selbst hier in der Nische blogge, hat sich einiges im Verhältnis zwischen Bloggern und Verlagen geändert. Die Präsenz von uns Bloggern wird ernst genommen. Unsere Arbeit, die weit über ein herkömmliches Hobby hinausgeht, findet zunehmend Wertschätzung sowohl innerhalb als auch außerhalb der Buchbranche. Mit Presseausweis um den Hals bewegen wir uns durch die Gänge der Buchmessen, bekamen in Leipzig nun einen eigenen Bereich zum Arbeiten und Austauschen – Simone hat dazu einen schönen Artikel verfasst -, besuchen Events und Verlagsgebäude und genießen das Privileg, bereits Monate vor Erscheinen eines Buches einen Blick zwischen die Buchdeckel zu werfen.

Bloggen über das liebste Hobby

Dennoch kommt es immer wieder vor, dass man sich für seine Art zu schreiben rechtfertigen muss. Um es auf den Punkt zu bringen: ich bin kein studierter Literaturkritiker, achte jedoch in meinen Rezensionen auf gut begründete, sachlich dargestellte Kritik und schreibe letzten Endes vor allem, weil mir Bücher am Herzen liegen. So wie ich, handhaben es hunderte, ja tausende von Bloggern. Sie schreiben über ihr liebstes Hobby, schwärmen in den höchsten Tönen vom zuletzt verschlungenen Liebesroman oder bringen ihre Enttäuschung über ein völlig verkorkstes Ende des eben beendeten Thrillers zum Ausdruck. Ja, manche Bücher möchte man an die Wand werfen, andere möchte man am liebsten jeden Tag streicheln und den Resetknopf drücken, um das Gelesene zu vergessen und noch einmal in diese fabelhafte Welt zwischen den Seiten eintauchen zu können. Wir sind Leser, Liebhaber, Fangirls und wir stehen dazu.

leseparty Wir feiern unsere Freude am Lesen sogar auf Partys! Jawoll!

Wenn Grenzen überschritten werden…

Nicht immer sind wir uns einer Meinung, es herrscht oft Neid und Missgunst innerhalb der Bloggersphäre. Das ist schade, doch meistens verebbt diese Welle der Empörung auch recht schnell und wir stecken unsere Nasen wieder in unsere Bücher, denn das ist am Ende das, was uns vereint. Anfang letzter Woche allerdings geschah etwas, das selbst mir die Zornesröte ins Gesicht trieb und das ich eigentlich nicht ignorieren wollte. Es geht um die Reaktion eines in der Branche offenbar angesehenen Literaturkritikers, der in höchst bedenklicher, persönlich angreifender Weise über eine Bloggerin hetzte und dabei gleich die Gelegenheit nutzte, zu einem schmähenden Rundumschlag auf die Bloggerszene auszuholen. Ich werde den Artikel hier nicht verlinken, denn diese verbale Hässlichkeit ist wahrlich keine Sekunde Aufmerksamkeit wert.

Dennoch kann ich nicht umhin, wenigstens ein paar meiner Gedanken los zu werden. Mein lieber Mann hatte eine fast 1700 Wörter umfassende Kolumne zum Thema geschrieben, die ich Mitte der Woche eigentlich hier in der Nische veröffentlichen wollte. Ich habe den Text drei Personen zu lesen gegeben und sie um ihre Meinung gebeten. Schlussendlich waren wir uns alle unabhängig voneinander einig, dass diese Worte uns und sicherlich vielen anderen aus der Seele sprechen, doch im Endeffekt für noch mehr böses Blut sorgen würden. Letzten Endes ging der eigentliche Kern des Aufruhrs im Gift spritzenden Palaver des Verfassers unter und auf diesen möchte ich nun zu sprechen kommen.

Übersetzer, und warum sie so wichtig sind.

Übersetzer. Ohne sie würden wir nun zum Beispiel Eleanors und Parks berührende Geschichte, die auf der Sitzbank eines Schulbusses begann, nicht in unserer so vielseitigen, wortgewaltigen Muttersprache genießen können. Hinter einem Buch stecken unglaublich viele Menschen, die letzten Endes dafür sorgen, dass es gedruckt in deutschen Buchhandlungen liegt, in deutscher Sprache. Der Autor schreibt, der Lektor steht ihm während des Schreibprozesses korrigierend und beratend zur Seite. Illustratoren und Gestalter kümmern sich um das visuelle Erscheinungsbild, Hörbuchsprecher geben den Charakteren ihre Stimme. Übersetzer sorgen dafür, dass zahllose Geschichten aus aller Welt in unsere Sprache übersetzt werden. Übersetzung ist dabei nicht gleich Übersetzung. Sie gibt einem Buch ihre ganz eigene Klangfarbe. Als gutes Beispiel sei hier Tolkiens ‚Herr der Ringe‘ genannt, das in der ersten Ausgabe hierzulande von Margaret Carroux und in der zweiten schließlich von Wolfgang Krege ins Deutsche übertragen wurde. Die Übersetzungen „spalten“ die Anhängerschaft der Tolkienleser in zwei Lager, die einen bevorzugen Carroux. die anderen Krege. Ich persönlich habe keinen Lieblingsübersetzer, egal um welches Buch es geht.

Übersetzer, Illustratoren, Lektoren – all diese Berufsgruppen tauchen meistens höchstens bei den bibliografischen Daten auf, auf dem Cover sieht man meistens nur den Namen des Autors, ab und im Kinder- und Bilderbuchbereich öfter auch den des Illustrators. Dennoch spielen sie alle gemeinsam eine entscheidende Rolle bei der Geburt eines Buches. Niemand, wirklich niemand möchte auch nur im Entferntesten die Wichtigkeit all dieser Berufsgruppen in Frage stellen. Aus diesem Grund werde auch ich darauf achten, den Namen eines Übersetzers sowie den Originaltitel des Buches in meinen zukünftigen Rezensionen zu benennen.

Wie seht ihr das? Habt ihr euch schon einmal Gedanken zu Thema ‚Übersetzung‘ gemacht, auch im Hinblick auf eure Blogs? Habt ihr vielleicht sogar einen Lieblingsübersetzer?

Ich freue mich auf eure Kommentare und Artikel und wünsche nun euch ein fabelhaftes Pfingstwochenende. Habt es fein, mit viel Sonnenschein!