{Blogtalk am Wochenende #3} Plaudern, Stöbern & Entdecken

Happy Friday liebe Nischenfreunde!

Freitag! Wochenende! Finally! Puhhhh, was für ein #&%ß!’$-Tag. Sorry, das musste ich zensieren, denn heute ist einer dieser Tage, die einer dieser Nächte folgten. Nächte mit Albträumen, aus denen man befürchtete, nicht mehr aufzuwachen und die man gefühlt 5h lang immer und immer wieder geträumt hat. Darauf kann ich wirklich gut verzichten und darum bin ich nun froh, dieses Wochenende ein wenig abschalten zu können. Na kommt, lasst uns ein wenig auf die Woche zurückblicken und plaudern. Wie wär’s? Schnappt euch mal einen Latte Macchiato, der Karamelsirup steht schon bereit und Kekse gibt es auch.

Wer mitmachen möchte, sei herzlich eingeladen. Ich freue mich auf eure Kommentare und Artikel. Was genau »Blogtalk am Wochenende« bedeutet und wie ihr mitmachen könnt, erfahrt ihr im ersten Talk-Artikel. Auch diese Woche dreht sich wieder alles um folgende Themenbereiche…

Logo BlogtalkamFreitag © buechernische-blog.de Logo | transparenter Hintergrund | 500x267px

#1 Offlinegeplauder
Was plant ihr am Wochenende? Schaut ihr euch auch so gerne Serien an?

#2 Netzfundstücke der Woche
Welche Artikel haben euch besonders beeindruckt?

#3 Video der Woche
Selbsterklärend, oder? 🙂

#4 Diskussionsstoff der Woche
Was hat euch diese Woche besonders bewegt?

neu #5 currently reading: Welches Buch liest du gerade? neu
Erzähl mir ein bisschen was über dein aktuelles Buch.

Im ersten Artikel findet ihr auch die Logos zum ‘Blogtalk am Wochenende‘ und eine genauere Erklärung, um was es bei der ganzen Aktion eigentlich geht. Übrigens könnt ihr gerne auch nur in wenigen Sätzen schreiben. Ihr müsst keine Romane schreiben, so wie ich. Sorry, meistens klappt es bei mir mit dem ‚kurz & knapp halten‘ nicht 😉 also keine Scheu!


→ Eure BlogTalkArtikel ←

· Ninespo ·


#1 Offlinegeplauder | Eine kurze, ereignisreiche Woche

65feier

Eine gelungene eiserne Hochzeitsfeier ♥

Trallali, trallala, was für eine Woche. Am Mittwoch ging es ab zur eisernen Hochzeit. Meine Befürchtungen, dass bei der zu 80% vertretenen Generation 60+ Langeweile pur herrschen würde, wurden zum Glück zerstreut, denn es war ein lustiger, ausgelassener Abend mit tollen Gesprächen, einem Wiedersehen nach vielen, vielen Jahren und leckerem Essen. Ich übernahm den Fotojob des Abends und hielt die Momente mit der Kamera fest. Wenn ich mir das vorstelle, 65 Jahre verheiratet zu sein. Ein enormer Zeitraum, die meisten von uns erleben das gar nicht erst. Früher war es noch normal, sehr jung zu heiraten. Viele Paare waren mit 21 bereits unter der Haube, so auch das eiserne Jubiläumspaar.

Ansonsten wurde diese Woche von reichlich kreativer Arbeit bestimmt, zum Lesen kam ich nicht wirklich, wenn man mal von den paar Seiten in »Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen« absieht. Das kommende Wochenende wird daher absolut ruhig. Ahm, chillig, meint mein Lesenachwuchs. Ich werde lesen, ein wenig Haushalt kruscheln und ausspannen. Serien gucken steht auch auf dem Plan. Aktuell liebe ich »House of Cards« und »Grace & Frankie«, zwischendurch switche ich noch in »Heroes« rein, aktuell sehe ich mir die 3. Staffel an. Am Dienstag machen mein lieber Mann und ich uns einen gemütlichen Abend im Kino, San Andreas in 3D wartet auf uns. Wir freuen uns schon sehr darauf.

Übrigens war der Ausflug zum texanischen Saloon vergangenes Wochenende äußerst lecker, eine sehr schöne Erlebnisgastronomie mit Cowboys, Buttermaiskolben, rustikalen Fleisch- und Gemüsepfannen und sogar einer Eisenbahn an der Decke. Das älteste Lesekind war so begeistert, dass sie nun ihre Jugendweihe nächstes Jahr dort feiern möchte. Wenn das kein gutes Zeichen ist. 🙂

Was habt ihr dieses Wochenende geplant? Schaut ihr euch auch so gerne Serien an? Immer her mit den Serientipps, damit ich meinen SuS (Stapel ungeguckter Serien) füttern kann g*


#2 Netzfundstücke der Woche

Daniela nahm diese Woche die Frage einer befreundeten Bloggerin zum Anlass, ein Statement zum Thema ‚Warum folgst du mir nicht? – oder wie ich Socialmedia nutze‘ auf Brösels Bücherregal zu verfassen, das vielel aus der Seele sprach, auch mir. Eine gesunde Einstellung zum Thema soziale Netzwerke ist wirklich wichtig, dazu weiter unten mehr.

Heiß diskutiert wird nach wie vor das Verhältnis zwischen Bloggern und Journalisten. Ich hatte darüber schon letzte Woche im Diskussionsstoff der Woche geschrieben. Diese Woche kochte das Thema erneut hoch. Auf lesenmitlinks.de begründete Jan, warum es 2015 Literaturblogs braucht, während Aurelia von Hekabes Welt treffend formulierte Literatursnobismus und Bloggerknigge? Nein, danke. und damit auch mir zutiefst aus der Seele sprach. Damit nicht genug, erweiterte sich die allgemeine Aufregung zudem um eine Diskussion u.a. bei Judith von Leseloop.de, wie denn eine „professionelle Rezension“ auszusehen habe. Ein Thema, über das man nun sicherlich unendlich diskutieren könnte. Ich fahre da getreu dem Motto: Mein Blog, meine Regeln. Damit sollte der Diskussionsbedarf nun gesättigt sein und ich verkneife es mir, die Kolumne meines Mannes zusätzlich zu diesen Artikeln ins Netz zu stellen. Lasst uns einfach wieder auf das Wesentliche konzentrieren: Lesen & mit Freude darüber bloggen.

tintenhain-finalMit großer Freude durfte ich diese Woche mitverfolgen, wie sehr sich die liebe Tintenelfe Mona über ihr neues Tintenkleid für den Tintenhain gefreut hat. Alles schöner macht der Mai! Womöglich trage ich eine Mitschuld daran, man weiß es nicht genau. Nein, Spaß beiseite. Es hat mir großen Spaß gemacht, das neue Design zu entwerfen und ich kann euch nur von Herzen empfehlen, diesen wunderbaren Blog in eure Leselisten aufzunehmen.

Karlas Piperkolumne © Logo Marie Sann

Karlas Piperkolumne beim Piper Verlag © Logo Marie Sann

Ihr alle kennt doch sicherlich Literaturpäpstin und Edel.Ebooks Verlagsleiterin Karla Paul, oder? Neben ihrem Blog Buchkolumne schreibt sie nun auch für den Piper Verlag eine monatliche Kolumne. Das Logo, das übrigens die bekannte Illustratorin Marie Sann entworfen hat, sieht doch einfach nur zuckersüß aus, oder? Mit einem *klick* auf das Logo gelangt ihr direkt zur Kolumne.

Und zu guter letzt laden euch Lielan & Philip zu einer Leserunde mit Rainer Wekwerths aktuellem Thriller-Jugendbuch ‚Blink of Time‚ ein. Die beiden freuen sich ganz bestimmt über zahlreiche Mitleser und -blogger. Viel Spaß! 🙂

Was habt ihr in dieser Woche so im Netz beim Stöbern entdeckt?


#3 Video der Woche | Astrid Lindgrens Leben

 

Dieses Jahr, am 21. Mai 2015, feierte Kinderbuchheldin Pippi Langstrumpf ihren 70. Geburtstag. Am 24. Mai zeigte Arte eine Dokumentation über Astrid Lindgrens Leben, Schaffen und viele, sehr persönliche Eindrücke über die beliebte Autorin. Da ich die Doku leider nicht im Fernsehen verfolgen konnte, freue ich mich umso mehr, dass ich sie in der Mediathek nachträglich ansehen kann. Ich bin ein großer Fan der Autorin und freue mich daher schon sehr auf Oktober. Dann erscheinen im Ullstein Verlag die Kriegstagebücher Lindgrens als gebundene Ausgabe mit dem Titel »Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren – Tagebücher 1939-1945«. Vorfreude pur! Übrigens ziert das Portrait der Autorin ab diesem Jahr den 20-Kronen-Schein in Schweden. Ich muss dringend zur Wechselstube!

Zeigt mir euer Lieblingsvideo der Woche!

Nachtrag: Leider steht die Dokumentation im Netz nicht mehr zur Verfügung.


#4 Diskussionsstoff der Woche | Socialmedia: Do’s & Don’ts

Daniela hat es in ihrem Artikel bereits angesprochen, wie sie mit dem Thema ‚Soziale Netzwerke‚ umgeht. Ich sehe das ganz ähnlich. Als mein Blog noch sehr jung war, hatte ich natürlich kaum Kontakte. Ich wusste nicht ob der schier riesigen Zahl an Blogs, die über alle möglichen Themenbereiche schreiben: Bücher, Mode, Beauty, Reisen, als Tagebuch oder Kolumne, alleine oder gemeinsam mit einer ganzen Schar an Gastbloggern. Ich ging völlig unbedarft an die Sache heran und erst nach einer ganzen Weile entdeckte ich die Vorteile der sozialen Netzwerke für mich und meinen Blog.

Facebook und ich beispielsweise sind nicht unbedingt die besten Freunde. Ich muss zugeben, dass ich dieses Netzwerk mittlerweile deutlich weniger nutze als beispielsweise Twitter oder Instagram. Gleichzeitig stelle ich fest, wie unterschiedlich die Funktionsweise und auch das Publikum dieser Netzwerke ist. Facebook nutze ich gerne mal für eine Plauderei unter Blogfreunden, während ich auf Twitter nur 140 Zeichen für meine Botschaft an die Netzwelt zur Verfügung habe. Instagram dagegen funktioniert visuell, hier ist der Text weniger bedeutend als vielmehr die Aussagekraft eines Fotos. Doch auch hier stelle ich fest, dass mich die zunehmende Instrumentalisierung dieses Dienstes zu nerven beginnt. Im Stil von Kettenbriefen wird getaggt, bis der Arzt kommt. Versteht mich nicht falsch, ich mache gerne mit bei Dingen wie „Na, @buechernische, was machst du gerade?“ oder „Zeig uns mal bitte deine gelben Bücher!“ Damit kann ich etwas anfangen. Weniger allerdings mit Tags, bei welchen ich erst einmal erforschen muss, was ich nun eigentlich machen soll. Dabei nimmt die Zahl der Markierungen auch dermaßen zu, dass ich gar nicht mehr hinterherkomme.

socialmediabuttons

Dazu kommt, dass gerade Instagram sich sehr verändert hat. Waren die Fotos früher einfach schnell aufgenommene Schnappschüsse aus dem Alltag, so werden die Bilder nun oft möglichst socialmediatauglich aufgepimpt, wollen noch schöner als die von Account xyz sein – wie macht die das nur, die hat schon 2k Follower?! -, lechzen geradezu nach immer größerer Reichweite und sind dafür sogar bereit, ihren eigenen Stil über Bord zu werfen. Manche Accounts bestehen nahezu nur aus Reposts anderer Instagrafen oder, wie auch ich leider schon erlebt habe, klauen fröhlich Bilder. Andere klatschen unter deine Fotos lieblose (Kurz)kommentare wie ‚F4F‘ oder ’schau doch mal bei mir vorbei, da gibt es dies & das und jenes.“ oder unterhalten sich einfach mal in einer anderen Sprache, ohne dich überhaupt zu beachten. Ziemlich unhöflich.

Im Prinzip unterscheidet sich das nicht von der Art Kommentare, die bereits Anja unlängst in ihrem Artikel ‚Verschenkte Komplimente‚ kritisierte. Ich habe erst letzte Woche mal kräftig aufgeräumt, sowohl auf Twitter als auch auf Instagram und finde es erfrischend, mich morgens durch eine Timeline voller unterschiedlicher Fotos zu scrollen, die mal bunte, mal monochrome Fotografien, mal ‚bookish‘ oder einfach nur aus dem Moment heraus posten. Wenn ich also nun jemandem nicht mehr folge, dann nehmt das bitte nicht persönlich.

Wie handhabt ihr das? Räumt ihr auch zeitweise im Socialmedianetzwerk auf, oder setzt ihr euch z.B. eine bestimmte Grenze an Followern? Wenn ihr Lust habt, postet ruhig eure Accountnamen, ich gehe gern stöbern und entdecke Neues 🙂

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#5 Currently reading | Was liest du gerade?

Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen - Blick ins Buch

Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen – Blick ins Buch

Spontan habe ich mich noch entschlossen, einen fünften Punkt diese Woche hinzu zu fügen. Ich lese im Moment Jacqueline Kellys Kinderbuch »Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen« aus den Hanser Literaturverlagen, das offenbar den ersten Band einer Reihe oder Trilogie einleitet. Der zweite Band erscheint im Herbstprogramm der Hanser Verlage, genauer gesagt im Juli und trägt den klangvollen Titel »Calpurnias faszinierende Forschungen«. Ich war überrascht, dass das Buch doch kein Standalone ist, freue mich aber jetzt schon sehr auf die Fortsetzung, obwohl ich Band 1 noch gar nicht beendet habe. Ich bin nun auf Seite 181 von insgesamt 336 Seiten.

Auf »Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen« stieß ich im Herbstprogramm 2014 und habe es mir bei Erscheinen sofort gekauft, denn das zart pastellfarbene Cover und die Beschreibung faszinierten mich. Die Leseprobe versprach schließlich eine kluge, interessante Geschichte, angesiedelt Anfang des 20. Jahrhunderts in Texas, mit einer intelligenten, an Büchern und Wissenschaften sehr interessierten Protagonistin. Es ist das Debüt der Ärztin und Rechtsanwältin Jacqueline Kelly und wurde u.a. in der Schweiz mit dem Prix Chronos ausgezeichnet.

Calpurnia Virginia Tate, so ihr voller Name, wächst in einem gesellschaftlich angesehenen, wohlhabenden Hause auf und hat ein sehr herzliches Verhältnis zu ihren Brüdern. Doch Kochen, Stricken, Socken stopfen oder Klavier spielen sind nicht ihr Ding, auch wenn ihre Mutter mit Nachdruck versucht, die kleine Rebellin zu einer eleganten Dame zu erziehen. Calpurnia ist wissbegierig und erforscht gemeinsam mit ihrem Großvater, der ein eigensinniger Forscher und Tüftler ist, die Eigenarten der Natur in der näheren Umgebung des Anwesens.

In der oben genannten Textstelle haben die beiden nun etwas Besonderes entdeckt, mehr kann ich euch nicht verraten. Nur soviel: Wenn das Buch sich so weiter entwickelt, wird es ein neues Lieblingsbuch. Ich mag Kellys natürliche Art zu schreiben, ihre feinfühlige, historisch angepasste Wortwahl und am meisten ihre Hauptfigur. Calpurnia ist dabei, mein Herz zu erobern.

Jacqueline Kelly | Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen | Hanser Verlag | Hardcover, 336 Seiten | ISBN 978-3-446-24165-7 | 16,90€

In welchem Buch versinkt ihr an diesem Wochenende?


Ich wünsche euch nun ein entspanntes Wochenende und frohes Lesen