{Kolumne} Sag mal, wie läuft das mit dem Buchbloggen eigentlich?

Liebe Leser,

sagt mal, wie läuft das eigentlich, dieses Bloggen über Bücher? Das fragte sich Tobi | Lesestunden.de Mitte Februar und gab diese Frage auch an uns weiter. Warum ich blogge, wie und warum ich wieder Spaß am Onlineschreiben habe,  habe ich ja schon einmal in meinem jüngst erschienenen Artikel Über stressfreieres Lesen & Bloggen verbloggt. Heute soll es mehr darum gehen, wie ich blogge. Danke an Tobi für deinen inspirierenden Artikel rund ums Schreiben. Ich greife deine 22 Fragen nun einfach einmal auf. Kekse & Kaffee bereit? Alles klar, los geht’s!

#1 Wie entscheidest du, ob du über ein Buch bloggst oder nicht?

Das kommt auf das Buch an. Meistens entscheide ich aus dem Bauch heraus, ob ich über mein Leseerlebnis schreiben möchte. Hat mich das Buch besonders bewegt, nachdenklich gemacht? Möchte ich etwas dazu sagen? Vielleicht ist es ein Buch, das ich noch nicht oft auf anderen Blogs entdeckt habe und auf das ich gern aufmerksam machen möchte, weil es sich einfach zu lesen lohnt? Dann kann man eigentlich schon davon ausgehen, dass ich eine Rezension schreibe, und wenn es nur eine „kurz belichtet“-Besprechung ist. In anderen Fällen wird es mir auch vorgegeben, weil es sich beispielsweise um ein Rezensionsexemplar handelt. Da ich 2016 ganz nach meinem Gusto lese, wird sich hier in den nächsten Monaten auch Besprechungen zu dem einen oder anderen Leseexemplar aus dem vergangenen Jahr finden, das aufgrund verschiedener Umstände liegen geblieben ist.

#2 Woher nimmst du deine Inspiration für neue Beiträge?

Abseits von Rezensionen lasse ich mich gerne von aktuellen Themen aus der Buchbranche, aber auch jenseits des Tellerrands inspirieren. Wenn ich über etwas schreiben möchte, das mir am Herzen liegt, dann tue ich das einfach und mache mir keinen großen Kopf darum, ob meine Leser schreiend wegrennen könnten. So schreibe ich beispielsweise gern über Fotografie, über Handlettering – letzteres habe ich jedenfalls in der nächsten Zeit vor. Im Moment überlege ich zum Beispiel, ob ich etwas zum aktuellen Thema ‚Professionalisierung und Monetarisierung von Buchblogs‚* schreiben soll. Es gibt bereits zahlreiche Artikel rund um das heiß diskutierte Thema. Aber vielleicht interessiert euch ja, wie ich das Ganze sehe. Ansonsten ist ein gelesenes Buch die beste Inspiration, wie auch Yvonne schon treffend formulierte. 

#3 Was willst du mit deinem Blog erreichen?

Seit ich vor fast vier Jahren zu bloggen begann, hat sich an meiner Intention, warum ich online schreibe, nichts geändert. Ich möchte mich über Literatur austauschen. Ich möchte Bücher empfehlen. Ich möchte euch mit meiner Begeisterung für ein Buch anstecken, euch dazu animieren, es zu lesen, auch wenn es vielleicht gar nicht in euren Leseschema passt. Wenn ich mir eure Kommentare durchlese, vor allem zu meiner letzten Rezension, dann habe ich das Gefühl, genau das geschafft zu haben. Das macht mich glücklich.

#4 Wie viel Zeit nimmst du dir für das Verfassen eines neuen Beitrags?

Viele Stunden, manchmal Tage oder sogar Wochen. Das kommt auch ganz darauf an, worüber ich schreibe. Für Rezensionen brauche ich mit am längsten. Zunächst schreibe ich eine Rohfassung, die dann redigiert wird. Da wird umformuliert, Absätze gelöscht, neue eingefügt und das dauert oft ewig. Ich mache mir viel Gedanken darüber, was und in welcher Form ich über ein Buch schreibe, an welchem der Autor oft viele Monate oder gar Jahre geschrieben hat. Kritisch zu sein und dabei stets respektvoll und sachlich zu formulieren, lautet meine Devise. Auch für Kolumnen wie beispielsweise den Blogtalk benötige ich viel Zeit, vor allem für die Vorbereitung. Über die Woche sammeln sich Links in einem Ordner in der Browserleiste, die schließlich am Donnerstag zu einem vollständigen Artikel ausgearbeitet werden. Ich muss dir ein klein wenig widersprechen, lieber Tobi: Bloggen bedeutet wirklich viel Arbeit, schließt das Vergnügen aber keineswegs aus. Es ist und bleibt eines meiner liebsten Hobbys.

#5 Wie oft erscheint in deinem Blog ein Beitrag?

Ich habe bisher noch keinen strengen Redaktionsplan, an den ich mich halten muss, weil bei mir vieles stimmungsabhängig ist. Es gibt Tage, da hat man überhaupt keine Lust zu schreiben, und dann gibt es Zeiten, da könnte ich täglich etwas veröffentlichen. Mittlerweile haben sich 2-3 Artikel pro Woche als weitgehend stressfrei und für mich machbar herausgestellt, wobei ich stets versuche, abwechslungsreichen Content zu liefern – mal eine Rezension, dazwischen ein Foto der Woche oder eine Kolumne. 2016 soll das Jahr des stressfreien Bloggens und Lesens sein, bisher klappt das zu meiner Zufriedenheit sehr gut.

#6 Bloggst du regelmäßig und hast feste Tage bzw. Abstände in denen Beiträge erscheinen?

Artikelfrequenz, Büchernische, Kalender

In der Büchernische erscheinen 2-3 Artikel pro Woche

Wie oben schon beantwortet, schreibe ich normalerweise zwei bis dreimal die Woche, wobei die Tage variieren und der Abstand zwischen den Blogposts ebenfalls zwei bis drei Tage beträgt. Ich möchte mich da (noch) nicht festlegen, sondern erst einmal beobachten, wie wohl ich mich mit dieser Anzahl fühle. Natürlich gibt es immer wieder mal spontane Gründe, sich an den Schreibtisch zu setzen, um einen Artikel zu einem bestimmten Thema zu schreiben. Manchmal brennt mir urplötzlich etwas auf der Seele, das ich unbedingt loswerden muss. Manchmal speichere ich diese Idee dann erst einmal im Dashboard ab, um sie später online zu setzen.

#7 Hast du einen festen Tag, an dem du Blogbeiträge schreibst und dich um deinen Blog kümmerst?

Jein. Bei regelmäßigen, wöchentlichen Aktionen versuche ich am Wochenende Artikel vorzuschreiben, doch das klappt zeitlich nicht immer so, wie man es gerne hätte. Mittlerweile ziehe ich mich meistens sehr früh am Morgen oder Abends zurück, um in Ruhe zu schreiben. Auch das Beantworten von Kommentaren gehört meines Erachtens zum ’sich kümmern‘ dazu; ich beantworte diese, sofern ich nicht unter der Woche dazu komme, meistens am Wochenende. Socialmedia wird in der Regel sofort erledigt, so dass ich da nicht unnötig Zeit verplempere, die ich mit Lesen meiner Bücher viel besser verbringen könnte.

#8 Hast du mehrere Beiträge fertig verfasst als Entwurf, oder veröffentlichst du jeden Beitrag sofort?

Da ich ein halbes Jahr Blogpause gemacht habe, in dieser Zeit viel gelesen und direkt nach dem Lesen die dazugehörigen Rezensionen geschrieben habe, haben sich nun in meinem Dashboard eine stattliche Anzahl von Rezensionen und Artikelideen angesammelt, die nur darauf warten, von euch gelesen zu werden. Mir gibt das ein ziemlich gutes Gefühl, noch etwas für Zeiten in der Hinterhand zu haben, in der ich weniger Zeit oder Muse habe, neue Artikel zu schreiben. Selten schreibe ich eine Rezension sofort nach dem Beenden eines Buches und veröffentliche sie am selben Tag, da ich meine Texte in der Regel mehrmals überarbeite, bevor ich sie online stelle.

#9 Hast du Hilfsmittel, wie einen Planer, eine App oder irgendein Gadget?

Ich benutze den Blogplaner von The Blogger Artist, um Ideen für neue Artikel oder Artikelserien zu notieren und mich selbst an wiederkehrende Aktionen zu erinnern. Ich bin nämlich oft so beschäftigt mit allen möglichen Gedanken & Grübeleien, so dass ich vieles oft vergesse und dankbar bin, es mir dann irgendwo notieren zu können. Trotz Notizbüchern aller Art – ich habe da so einen kleinen Sammeltick *hust* – herrscht stets auch ein ziemliches Zettelchaos um mich herum, wenn mir spontan etwas einfällt und ich den Planer nicht zur Hand habe. Apps oder Gadgets nutze ich weitesgehend nicht, abgesehen von Wunderlist, das sich auch für den Alltag als sehr nützlich herausgestellt hat.

bloggeralphabet_design

#10 Schreibst du deine Beiträge direkt in WordPress bzw. der Blogsoftware, oder zuerst auf Papier oder in anderer Software?

Ja, ich bin eine der Wahnsinnigen, die das tagtägliche Risiko zu lieben scheinen und darauf vertrauen, dass meine Artikel dank Autospeicherung und Revisionsfunktion von WordPress schon irgendwie abgespeichert werden. Früher habe ich meine Artikel gerne mal in Word geschrieben. Mittlerweile achte ich im Schreibprozess schon auf die Formatierung und sehe mir gerne live an, wie der fertige Artikel später im Web aussieht, wie ich Fotos oder Videos als Auflockerung platziere, wo Absätze zur besseren Übersichtlichkeit eingefügt werden müssen, etc. Toi toi toi. Bisher ging das immer gut, doch bei längeren Artikeln kopiere selbst ich zwischendurch alles unformatiert in den simplen Wordeditor – sicher ist sicher.

#11 Schreibt du die Beiträge auf einmal, oder in mehreren Schritten?

Ich schreibe den Text erst einmal frei Schnauze von der Seele, überlege mir dabei schon einmal, welche Fotos zum Text passen würden und überarbeite ihn anschließend noch einmal komplett, will heißen: Grammatik- und Rechtschreibprüfung, Einfügen von sinnvollen Überschriften und Absätzen sowie als Abschluss das Platzieren von Illustrationen bzw. Fotos.

#12 Hast du schon einmal einen Beitrag komplett verworfen, weil du mit der Qualität nicht zufrieden warst?

Ja, schon mehrmals. Ich habe auch schon Rezensionen, die bereits veröffentlicht waren, noch einmal überarbeitet, weil mein Qualitätsanspruch mittlerweile ein völlig anderer ist und ich weder mit den Formulierungen noch der Ausführlichkeit zufrieden war.

#13 Wo schreibst du deine Beiträge (z.B. immer auf dem iPad Pro in der Badewanne)? Gibt es ein Bild von deinem „Blogarbeitsplatz“?

Ich schreibe grundsätzlich an meinem Schreibtisch. Ich besitze zwar auch einen Laptop, den ich auch schon mal mit auf die Buchmesse geschleppt habe, aber zuhause fällt mir das Schreiben auf einer normalen Tastatur, aufrecht am Schreibtisch sitzend, leichter. Außerdem bin ich ein kleines bisschen verwöhnt, mit meinen beiden Bildschirmen und der damit verbundenen Möglichkeit, links im Dashboard zu schreiben und rechts meine Notizen im Auge zu behalten. Einen Teil meines bunten Blogarbeitsplatzes seht ihr hier.

Mein Arbeitsplatz ist ein ziemliches Chaos. Überall stehen Gläser und Becher mit Stiften, Pinseln und allerlei kreativem Zubehör herum. Dazwischen liegen Bücher, tonnenweise (Zeichen-)Papier, mein eReader (den ich viel zu selten nutze), Lesezeichen (sehr viele), Bookdarts (Lieblingseinmerker), Lippenpflegebalsam (ganz wichtig), Süßkram (ebenfalls ganz wichtig, alte Naschkatze), Notizklebezettelchen, meine heißgeliebten Washitapes, die ich auch gerne mal als Seitenmarker verwende, und allerlei anderer Krimskrams. Apropos Washitape: Ich hatte mal die glorreiche Idee, Leseabschnitte für eine Leserunde mit Washitape zu markieren, vergaß die Klebestreifen im Buch und bekam sie Monate später zwar ab, aber die Seiten pappen seitdem leicht zusammen. Bad idea. Der Kleber ist zwar nicht stark, aber durch die Wärme löst sich der Kleber und bleibt am Papier haften.

#14 Bloggst du alleine oder mit anderen zusammen?

Normalerweise alleine, aber ich hatte mit Dagmar auch schon einmal einen Gastrezensenten auf dem Blog. Leider blieb es bei ein, zwei Gastauftritten, obwohl ich schon einmal in einem Aufruf dazu ermutigt hatte, dass man u.a. für die Kindernische als Gastrezensent schreiben könnte. Außerdem blogge ich gerne gemeinsam mit anderen Bloggern über ein Thema, oder nehme an Blogtouren teil. Das ist schon eine ganze Weile her, ich hätte wirklich mal wieder Lust auf eine gemeinsame Aktion.

#15 Machst du für deine Beiträge eigene Fotos? Wenn ja, welche Rolle spielen sie für dich und wie bereitest du sie auf? Wie viel Zeit investierst du für deine Fotos?

Ich bin wieder da - Februar 2016

Ich mag helle, Licht-durchflutete & farbenfrohe Fotos.

Ich denke, jeder der sich meine Artikel schon mal angesehen hat, ahnt vielleicht, wie viel Mühe ich mir für Fotografien und Illustrationen gebe. Fotos werten Text unheimlich auf, sie sind Blickfang, Informationslieferant und visuelles Appetithäppchen. Ich verwende auch gerne eigenes gezeichnete Illustrationen, um Texte abwechlungsreich zu gestalten. Das A und O beim Verwenden von Fotos ist m.M.n. die Qualität der Bilder und die Anzahl pro Artikel. Weniger ist mehr. Es bringt nichts, den Artikel mit Fotografien zu fluten, denn der Text sollte nach wie vor mehr Gewicht haben, es sei denn es handelt sich um einen Galeriepost. Qualität bedeutet für mich, eine sinnvolle Perspektive für sein Foto zu verwenden und auf ausreichend Licht – am besten Tageslicht – zu achten.

Ich bin kein Fan der Blitzlichtfotografie, auch wenn man mit dem richtigen Einsatz von Blitzgeräten schöne Effekte erzielen kann. Ich nehme mir allgemein viel Zeit für das Fotografieren und habe am Ende lieber ein gutes Foto als viele halbherzige Aufnahmen auf der Speicherkarte. Wenn ich einen Artikel schreibe, mache ich mir schon während des Schreibens Gedanken, wie viele Fotos oder Grafiken ich einbinde. Je nachdem, über welches Thema ich schreibe, schnappe ich mir denn entweder meine EOS oder suche mir in den zahlreichen Bilddatenbanken passendes Bildmaterial zusammen. Nicht immer hat man zu jedem Thema das richtige Material zur Verfügung, da behelfe ich mir dann gerne einmal bei unsplash.com & Co. Irgendwann setze ich mich mal an einen Artikel rund um das Thema Fotografieren.

#16 Besprichst du auch Rezensionsexemplare und wie gehst du damit um?

Bis Anfang diesen Jahres habe ich das regelmäßig getan, geriet aber kurz vor meiner Blogpause im Winter 2015 in argen Rückstand. Leseexemplare blieben liegen, der Stress wurde zu groß, der Kopf war voll. Rien ne vas plus. Für dieses Jahr habe ich daher den Entschluss gefasst, erst einmal keine Rezensionsexemplare anzufordern. Einzige Ausnahme waren exakt zwei Bücher: »Willkommen in Night Vale«, für das ich mich bei Blogg dein Buch beworben hatte und »Durchs Feuer«, das ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks gewonnen hatte. Ich lese nun ohne Stress, ohne Druck, kreuz und quer aus meinem Bücherregal. Dabei werden auch die liegen gebliebenen Rezensionsexemplare zum Zuge kommen, eines nach dem anderen. Ich möchte sie mit dem Gefühl lesen können, Lust auf das Buch, das Thema, die Idee zu haben. Ich möchte es mit Spaß lesen und nicht aus reinem Pflichtgefühl. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass mir das gelingen wird.

#17 Wie wichtig sind für dich Social Media Kanäle und wie viel Zeit und Aufwand verbringst du, sie zu pflegen?

Ich bin der Meinung, Bloggen ohne Socialmedia ist zwar machbar, aber nicht ratsam. Heutzutage gehören die sozialen Medien – zumindest Facebook, Twitter und für Fotoliebhaber Instagram – meiner Meinung nach zum Bloggen einfach dazu. Facebook ist für mich da mehr oder weniger ein notwendiges Übel, da viele Verlage z.B. nur dort zu finden sind, aber keinen Twitteraccount haben. Noch weniger Verlagshäuser nutzen Instagram, was ich schade finde, denn es ist eigentlich wie geschaffen für den spannenden Blick hinter die Kulissen. Doch ich sehe auch ein, dass man lieber ein Netzwerk zu 100% bedient, als mehrere halbherzig schleifen zu lassen. Exakt so handhabe auch ich das Socialmedia: Mein Lieblingsnetzwerk ist Twitter, gefolgt von Instagram. Ich nutze beides sehr gern – auch abseits des Postens von Bloglinks -, während ich in Facebook so viel Zeit wie nötig, aber so wenig wie möglich verbringe, um die mittlerweile über 1100 Follower meiner Facebookseite mit Informationen zu versorgen.

#18 Wie viel Zeit investierst du in technische Anpassungen und Pflege deines Blogs?

Viel. Mindestens einmal im Jahr kann ich mein Theme nicht mehr sehen und erliege wie viele andere auch dem dringenden Bedürfnis, meinem Blog ein neues Outfit zu verpassen. Dabei achte ich stets darauf, dass mein Wiedererkennungswert nicht verloren geht. Mein Büchernische-B gehört seit einigen Jahren genauso zu mir wie auch meine Kindernische samt seinen Lesemonstern. So ein Frühjahrsputz tut eben einfach gut. Auch die technischen Aspekte hinter den Kulissen meines Blogs sind mir dabei sehr wichtig. Ich informiere mich regelmäßig über relevante Neuigkeiten bzgl. SEO, Plugins & Co. und recherchiere über aktuelle rechtliche Angelegenheiten zum Urheber- und Zitatrecht. Auch was die Implementierung von Buchcovern angeht, gibt es einiges zu beachten. Darüberhinaus sortiere ich regelmäßig Broken Links aus und halte meine Statistik auf dem Laufenden. Man merkt erst nach einer Weile, wie viel es jenseits des Postens von Artikeln zu tun gibt.

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#19 Was recherchierst du, bevor du ein Buch rezensierst?

Neben den bibliografischen Daten und dem Buchcover, das ich in jede Rezension einfüge, sehe ich mich im Netz nach anderen Rezensionen um, die ich unter meiner verlinken kann. Spricht das Buch ein besonders prägnantes Thema an, recherchiere ich unter Umständen mehr zu diesen Thema. Manchmal suche ich auch nach Hinweisen, ob das Buch verfilmt wurde/wird und ob ein Buchtrailer existiert, der ansprechend gestaltet wurde. Früher habe ich auch gerne mal eine Leseprobe mit Hilfe von Book2look eingebunden, sofern eine in diesem Format vorlag.

#20 Machst du auch einmal eine längere Pause vom Bloggen?

Ihr kennt die Antwort auf diese Frage. Darüber hinaus kann ich aber versichern, dass trotz aller Pausen niemals die Gefahr besteht, dass ich das Bloggen aufgebe. Dazu macht es mir viel zu viel Spaß.

#21 Beeinflussen dich andere Blogger oder Verlage über Themen oder Bücher zu schreiben? Wie groß ist dieser Einfluss?

Diese Frage ist sehr allgemein formuliert. Wenn damit gemeint ist, dass Verlage Bücher schmackhaft machen oder Blogger Bücher vorab besprechen und ich daraufhin auch Lust bekomme, über das eine oder andere Buch zu schreiben, dann ja. Natürlich beeinflusst das die Blogarbeit. Was ich allerdings nicht recht leiden kann, sind Buchhypes. Wenn ich ein Buch buchstäblich wochenlang um die Ohren gepfeffert bekomme, vergeht mir meistens die Lust darauf und ich lese noch nicht einmal den Klappentext. Hypes nerven. Wenn das große Tamtam etwas abgeklungen ist, sehe ich mir erst einmal in Ruhe den Klappentext an, lese vielleicht eine Leseprobe und entscheide dann, ob es mich interessiert. Aber nur weil es alle gerade lesen? Ne. Ausnahme: Die Knochenuhren. Ich konnte dem Cover nicht widerstehen. Allerdings hatte das weniger mit Hype zu tun als mehr mit einem verlockenden Foto des Lovelybooksteams auf Twitter. By the way: Ich muss das Buch mal endlich weiterlesen, ihr seid bald mit der Leserunde durch, was? 😉

#22 Wie entscheidend ist für die die Aktualität eines Buches? Schreibst du lieber über aktuelle Bücher oder ist der Erscheinungszeitpunkt egal?

In zwei Worten: Völlig schnuppe. Ich lese, worauf ich Lust habe. Da spielt es keine Rolle, ob das Buch vor einem Jahrhundert oder erst letzte Woche erschienen ist.

Uff.

Fast 2800 Worte habt ihr bis hierhin gelesen. Seid ihr noch da? Hallo? Im Ernst, das ist ein verdammt langer Artikel geworden. Aber vielleicht habt ihr nun auch einen etwas besseren Eindruck, wie ich das alles mache, dieses Bloggen. Wenn ihr auch Lust habt, euch Tobis Fragen zu stellen, dann wäre hier der Link zu seinem Artikel. Und wir? Wir lesen uns dann bald wieder, ne? Mit einer Rezension, oder einer Kolumne, lasst euch einfach überraschen.

Habt einen schönen Abend! ♥

Liebe Grüße